Was Du tun kannst, wenn es dir nicht gut geht

Eine Umfrage hat gezeigt, dass über die Hälfte aller Jugendlichen mit einem schwer kranken Familienmitglied sagen, dass sie sich belastet und überfordert fühlen. Es ist also normal, wenn es auch dir (mal) schlecht geht. Die Krankheit eines Familienmitglieds kann nicht nur euren Familienalltag komplett durcheinander wirbeln – sie kann auch Ängste, Wut oder Trauer auslösen. 

Damit umzugehen ist nicht immer leicht und es braucht auch etwas Zeit. Mit unseren Infos wollen wir dir dabei helfen.

Viele Young Carer sind überfordert

Lage analysieren & Konflikte ansprechen 

Mit Angst umgehen

Angst kann sich ganz unterschiedlich anfühlen – als flaues Gefühl im Bauch, als Herzklopfen oder als ständiges Grübeln. Wenn jemand in deiner Familie schwer krank ist, ist es normal, dass du dir Sorgen machst: Was wird passieren? Wird alles wieder gut? Diese Gedanken können sehr belastend sein. 

Was helfen kann: Sprich über deine Angst – mit Eltern, einer vertrauten Person und Freunden oder auch mit Schulsozialarbeitern oder Beratungsstellen. Manchmal hilft es auch, aufzuschreiben, was dir Sorgen macht. Bewegung, bewusste Atemübungen oder kleine Pausen zwischendurch können helfen, deinen Körper zu beruhigen. Auch Entspannungstechniken wie Muskelentspannung oder Fantasiereisen können gut tun.

Mit Wut umgehen

Wut ist ein starkes Gefühl – und sie darf sein! Vielleicht bist du wütend, weil sich dein Leben so stark verändert hat. Oder weil du dich manchmal ungerecht behandelt fühlst. Vielleicht musst du auch plötzlich viel Verantwortung tragen, während ihre Freund*innen einfach „normal“ weiterleben. Das kann frustrierend sein.

Wichtig ist, deine Wut nicht in dich hineinzufressen. Du darfst laut sagen, wenn dich etwas nervt oder überfordert. Manchmal hilft es, Wut körperlich loszuwerden – zum Beispiel durch Sport, lautes Musik hören oder in ein Kissen schreien. Auch malen, schreiben oder basteln kann helfen, Wut in etwas Kreatives zu verwandeln.

Mit Traurigkeit umgehen

Wenn du traurig bist, ist das kein Zeichen von Schwäche – sondern ein ganz natürlicher Teil deiner Gefühle. Es kann sehr weh tun, zu sehen, dass es einem geliebten Menschen schlecht geht. Oder du trauerst dem Leben nach, dass ihr vorher hattet. Vielleicht fühlst du dich manchmal leer, antriebslos oder willst einfach nur weinen. Auch das ist okay.

Du musst nicht immer stark sein. Es ist wichtig, dir selbst zu erlauben, traurig zu sein. Sprich mit jemandem, dem du vertraust, oder such dir jemanden, der dir zuhört – ohne dich zu bewerten. Manchmal hilft auch ein ruhiger Ort, an dem du ganz für dich sein kannst. Und vergiss nicht: Auch schöne Momente dürfen weiterhin Platz in deinem Leben haben.

Sich Hilfe holen

Du musst nicht alles allein schaffen. Es ist völlig in Ordnung, dir Hilfe zu holen – das ist sogar richtig stark! Manchmal hilft es schon, mit Freunden, Eltern oder Lehrer*innen zu sprechen. In anderen Situationen kann auch professionelle Hilfe sinnvoll sein – zum Beispiel durch Schulsozialarbeiter*innen, Beratungsstellen oder Online-Angebote.

Es gibt auch spezielle Angebote für Jugendliche wie dich – sogenannte „Young Carer“-Gruppen. Dort triffst du andere, denen es ähnlich geht. Der Austausch kann gut tun und dir zeigen: Ich bin nicht allein. Du hast ein Recht darauf, unterstützt zu werden. Und es gibt Menschen, die genau wissen, wie sie dir helfen können.

Wann du dir unbedingt Hilfe holen solltest

Manchmal werden Angst, Wut oder Traurigkeit so stark, dass sie den Alltag komplett bestimmen. Wenn du kaum noch schlafen kannst, dich ständig erschöpft fühlst, keine Freude mehr an Dingen hast oder dich ganz zurückziehst, ist das ein Zeichen, dass du mehr Unterstützung brauchst. Auch wenn du denkst, du „funktionierst“ nur noch oder, wenn du Gedanken hast, die dir Angst machen, solltest du dir Hilfe holen. Das ist kein Zeichen von Schwäche – sondern zeigt, dass du gut auf dich achtest. Es gibt Menschen, die genau für solche Situationen da sind und dir helfen können, dich wieder besser zu fühlen. Du bist das wert!

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.